Hallgrimskirkja

Island Tag 1 – Reykjavik die Hauptstadt

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Reykjavik – nice to meet you

Mitten in der Nacht – kurz nach Mitternacht – kamen wir in Keflavik, dem Flughafen nahe Islands Hauptstadt Reykjavik, an. Schnell unseren Mietwagen in Empfang genommen und schon ging es los, gute 40 km durch die Nacht auf die Metropole zu. Hätten wir da schon gewusst, durch was für beeindruckende Landschaften wir fuhren – aber wir bewegten uns durch das eintönige Schwarz immer auf die hell erleuchtete Stadt zu. Vor unserem Hotel angkommen, suchten wir uns einen Parkplatz und versuchten ein paar Stunden zu schlafen. Da wir unser Zimmer erst am Nachmittag beziehen konnten, wurde kurzerhand unser Mietwagen zu unserer ersten Schlafstätte aus Island. Nicht sehr bequem, recht kühl, aber wenn man wirklich müde ist, geht so einiges.

Gegen 8.00 Uhr erwachten wir und entschlossen uns, den Taco Bell in Reykjavik aufzusuchen. Als wir dort ankamen, mussten wir feststellen, dass dieser erst um 11.00 Uhr seine Tore öffnen würde. Gleich nebenan befand sich ein großer Bonus, ein verhältnismäßig günstiger Discounter in Island. Aber auch dieser würde erst um 11.00 Uhr öffnen. Also stellten wir uns mit unserem Mietwagen vor den Taco Bell auf den Parkplatz und schliefen nochmal ein paar Stündchen. Dann gab es endlich etwas zu essen – was für ein Genuss. Danach ging es einkaufen – auch eine Erfahrung.

Reykjavik
Hallgrimskirkja

Glücklicherweise konnten wir unser Hotelzimmer schon ein paar Stunden früher beziehen. Also erstmal ins Bett und natürlich ausgiebig duschen. Erfrischt machten wir uns auf den Weg, um die Hauptstadt Islands etwas näher kennenzulernen und uns mit ihr bekannt zu machen. Zuerst verschlug es uns direkt zur Hallgrímskirkja, dem Wahrzeichen der Stadt. Vor der eigenwilligen Kirche steht das Denkmal für Leif Eriksson, dem Entdecker Amerikas lange bevor Columbus geboren wurde. Die Hallgrímskirkja ist innen recht schlicht aber dennoch eindrucksvoll gestaltet.

Von der Kirche bewegten wir uns über die Laugavegur, der Haupteinkaufsstraße von Reykjavik, die sogar beheizt ist, hinunter zur Küste. Hier bekamen wir einen ersten vorsichtigen Eindruck von der landschaftlichen Vielfalt des Landes, auch wenn Nebel uns ein wenig die Sicht versperrte. Der Atlantik war ruhig und friedlich – das sollten wir im Laufe der Tage noch ganz anders erleben.

Wir sahen das Konzerthaus Harpa, die 2011 neu erbaute Oper von Reykjavik, deren gläserne Fassade an die schuppige Haut von Fischen erinnert und in der Sonne (wenn man sie denn sieht) in Regenbogenfarben schimmert und funkelt. Wir gingen am Höfdi vorbei, dem Gästehaus, in dem im Oktober 1986 die Islandkonferenz zwischen Ronald Reagan und Michail Gorbatschow stattfand.

So ging unser erster Tag in Reykjavik zu Ende. Ein erster Eindruck, ein erstes vorsichtiges Kennenlernen. Wir würden uns noch genauer mit der Hauptstadt Islands beschäftigen. In jedem Fall fühlten wir uns hier von Anfang an mehr als wohl, auch wenn uns vor allem die Auswahl und die Preise in den Supermärkten etwas irriterte. Witzigerweise fiel mir aber zum Ende unserer Reise hin auf, dass man sich auch daran sehr schnell gewöhnte und sozusagen dagegen „abstumpfte“.

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